Im Alltag macht es sich kaum bemerkbar, leistet aber wichtige Dienste: das Abwassernetz. Kanäle und Pumpwerke sind wesentliche Teile der regionalen Infrastruktur und die Abwasseranlagen einer der größten kommunalen Vermögenswerte. Das Glückstädter Netz besteht aus rund 117 km Schmutz- und Regenwasserleitungen sowie 60 Pumpwerken. Die Umland-Transportleitung ist rund 6 km lang, umfasst drei Pumpwerke und entwässert eine Fläche von insgesamt rund 57 km2.

Trennkanalisation

Die Stadt Glückstadt hat eine so genannte Trennkanalisation. Hier fließen Schmutz- und Regenwasser in getrennten Kanälen. 

Das Schmutzwasser fließt überwiegend im freien Ablauf zu den Hauptpumpwerken. In manchen, weiter entfernten Gebieten wird das Abwasser erst in Kleinpumpwerken gesammelt und darüber weiterbefördert. Schließlich vereinigen sich die Abwasserströme in den Hauptpumpwerken, die es zur Kläranlage weiterleiten.

Das Regenwasser läuft in der Regel in freiem Gefälle durch Kanäle oder offene Entwässerungsgräben in die Vorflut. Der Innenstadtbereich entwässert über ein Schöpfwerk am Rhin. Das Regenwassereinzugsgebiet Glückstadt-Butendiek entwässert größtenteils in den Deichgraben, der wiederum in das Regenwasserpumpwerk an der Deichstöpe ableitet. Dort wird das Regenwasser bei einem bestimmten Wasserstand automatisch in die Elbe gefördert.

Insgesamt verfügt Glückstadt über rund dreißig Regenwassereinleitstellen, die in Gräben einleiten. Diese stehen letztendlich alle in Verbindung mit dem Rhin oder dem Schwarzwasser, die ihrerseits in die Elbe entwässern. Die ältesten Leitungssysteme liegen im Stadtkern. So stammen die Regenwasserleitungen in der Schlachterstraße aus dem Jahre 1899.